Aqua Urbanica 2014

Aqua Urbanica 2014, Innsbruck

Was für Niederschlagsdaten werden benötigt um den Abfluss von extremen Starkregen zu simulieren. Eine alpine Fallstudie

Alrun Japser-Tönnies, Thomas Einfalt, Manfred Kleidorfer, Christian Mikovits, Wolfgang Rauch

Abstract

Niederschlagsdaten sind die grundlegenden Eingangsdaten für Ablfusssimulationen. Da die hydrologischen Simulationsergebnisse wesentlich von der Genauigkeit dieser Eingangsdaten abhängen, ist eine möglichst gute Datenbasis die Voraussetzung für realistische Simulationsergebnisse. Für die Kanalnetzmodellierung ist eine hohe zeitliche und räumliche Auflösung der Eingangsdaten erforderlich. In vielen Studien werden Niederschlagsdaten von Regenschreibern verwendet, die zwar zeitlich eine hohe Genauigkeit aufweisen, aber nur eine begrenzte räumliche Repräsentativität, wodurch es zu großen Abweichungen zwischen Simulationsergebnissen und Abflussmessungen kommen kann. Durch die Verwendung von Radarmessungen wird die räumliche Darstellung der Niederschläge verbessert, allerdings treten dabei andere Nachteile aif, die mit der Funktionsweise der Radarmessung zusammenhängen. In einem alpinen Gebiet sind die Niederschlagsintensitäten stark durch die Orographie beeinflusst und eine hohe räumliche Auflösung ist von besonderer Bedeutung. Andererseits werden durch die spezielle Orographie die Niederschlagsmessungen durch das Radar erschwert. In diesem Zusammenhang wurde das Extremereignis vom 17. Juli 2010 in Innsbruck untersucht. Dafür wurden Niederschlagsdaten von 3 Quellen: Regenschreiberstationen, Radar und INCA-Reanalysen verglichen und es wurde untersucht wie sich die verschiedenen Beobachtungsdaten auf die Ereignisauswertung auswirken.

Poster

Herausforderungen an die Siedlungswasserinfrastruktur durch Bevölkerungsänderung und Klimawandel

Christian Mikovits, Wolfgang Rauch , Alrun Jasper-Tönnies, Thomas Einfalt, Matthias Huttenlau, Manfred Kleidorfer

Abstract

Bevölkerungswachstum und Stadtentwicklung führen zu einer Zunahme der versiegelten Flächen. Speziell der Anschluss neu besiedelter Flächen innerhalb eines Stadtgebietes an das bestehende Kanalisationssystem kann die Überflutungsgefahr erhöhen(Semadeni-Davies et al. 2008). Zusätzlich stellt der Klimawandel mit möglichen Änderungen der räumlichen und zeitlichen Niederschlagsmuster eine Herausforderung an die städtische Entwässerungsinfrastruktur dar. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Starkniederschlagsereignissen, aber auch längere Trockenperioden welche durch Sedimentation und Korrosion, infolge von Schwefelgasbildungbetriebliche Probleme nach sich ziehen können. Eine Bewertung der möglichen Auswirkungen dieser sich ändernden Randbedingungen sowie das Aufzeigen möglicher Anpassungsmaßnahmen ist Ziel des ACRP Projektes „DynAlp“ (Dynamic Adaptation of Urban Water Infrastructure for Sustainable City Development in an Alpine Environment).Im Projekt werden für die Fallstudie Innsbruck kritische Stellen im Kanalsystem identifiziert und – im Hinblick der unsicheren zukünftigen Entwicklung - anpassungsfähige Lösungen gesucht. Dazu wird ein Kanalnetzmodell mit einem Stadtentwicklungsmodell gekoppelt und mit Niederschlagsserien aus Klimaprojektionen simuliert. Der vorliegende Beitrag legt seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung und Anwendung des Stadtentwicklungsmodells. Der Einfluss unterschiedlicher Szenarien des sich ändernden urbanen Raums auf die Leistungsfähigkeit des Entwässerungssystems wird Klima-Impact-Analysen hinsichtlich des Niederschlages verknüpft.

Poster